Kompensationsflächenpool Cämmerer See und angrenzende Niederung

Durch die Energiewerke Nord GmbH (EWN) wird seit 1995 das ehemalige Kernkraftwerk Greifswald / Lubmin stillgelegt und demontiert. Darüber hinaus entwickelt die EWN den Standort des ehemaligen Kernkraftwerksgeländes zu einem wichtigen Energie- und Technologiestandort in Mecklenburg-Vorpommern.

Durch die vorhandene Infrastruktur, wie Straßen- und Schienenanbindung, ein Industriehafen sowie die Anbindung an das Hochspannungsnetz bestehen günstige Voraussetzungen für die Ansiedlung von Industrieunternehmen am Standort Lubmin.

Die geplante Errichtung und der Betrieb von technischen Anlagen ist verbunden mit Auswirkungen auf Natur und Landschaft, zum Beispiel durch Geräusche, Entnahme und Einleitung von Kühlwasser in den Greifswalder Bodden und Veränderungen des Landschaftsbildes.

Die Naturschutzgesetze von Bund und Land (§15 LNatSchG M-V in Verbindung mit §§ 18 und 34 Abs. 5 BNatSchG) schreiben vor, diese Auswirkungen zu kompensieren.

Anstatt für jedes der geplanten Vorhaben einzeln und verteilt Kompensationsmaßnahmen durchzuführen, beabsichtigt die EWN auf Nordusedom im Bereich des Cämmerer Sees und der angrenzenden Niederung verschiedene Kompensationsmaßnahmen zusammenzufassen.

Ziel des Kompensationsflächenpools „Cämmerer See und angrenzende Niederung“ ist es, einen möglichst großen Teil der Niederung durch Wiederherstellung der natürlichen Überflutungsverhältnisse naturschutzfachlich aufzuwerten. Es entstehen vielfältige neue Biotopstrukturen sowie Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten.

Ein Projekt der Energiewerke Nord GmbH